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Programm

Wir haben einen ProgrammMacherTag mit Workshops, Diskussionen und Vorführungen veranstaltet und gemeinsam mit Kuratoren Programmideen für ein Haus für Film und Medien entwickelt. Ziel war eine aktuelle Positionsbestimmung und die partizipative Programmgestaltung in den Bereichen Vermittlung, Innovation, Kontext und Interkultur durch begleitete Workshops. Deutlich wurde der Wunsch nach Mitwirkung insbesondere bei den Migrantenvereinen und bei den Kindern und Jugendlichen. Die Workshops konnten das Panorama aktueller Fragestellungen aufzeigen und dazu auch erste Positionen formulieren, die mit dem Start eines Hauses für Film und Medien in Programmformate, Kooperationsformen und Beteiligungsstrukturen weiterentwickelt werden können.

  • Ein Haus für Film und Medien kann ein attraktives und sichtbares Zuhause für die regionalen Film- und Medienkunst-Festivals in Stuttgart werden (z.B. Camp Festival, CineLatino – Filme aus Spanien und Lateinamerika, Film erzählt Musik – Deutsch-Brasilianisches Festival, Film Sharing – International Low & No Budget Film & Video Film Festival, Filmschau Baden-Württemberg, Französische Filmtage Tübingen-Stuttgart, Indianer Inuit – Nordamerika Film Festival, Indisches Filmfestival Stuttgart, Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS), Media Space – Festival für Medienkunst und Informationstechnologie, Sinema – Deutsch-Türkische Filmtage, Stuttgarter Filmwinter)
  • Das Haus für Film und Medien ist der fehlende Dialograum für interkulturelle Filmtage und Filmfestivals. Es bietet Programm für die „Gesellschaft der Vielen“, kein „Kino für MigrantInnen“. Dabei stellt es ein Gleichgewicht zwischen themen- und länderbezogenen Programmen her. Die Aufgabe wäre in diesem Zusammenhang eher thematische als länderspezifische Filmfestivals zu kuratieren. Länderübergreifende und insbesondere europäische Themen spielen hier eine wichtige Rolle.
  • Ein Haus für Film und Medien bietet den Raum für Hochschulpräsentationen und Ringvorlesungen (z.B. Highlights der Filmakademie Ludwigsburg, Highlights der Merz Akademie, Media Night der Hochschule der Medien Stuttgart). Das Haus für Film und Medien entwickelt neue Formate des Austauschs und der Interaktion der Film-, Medien- und Kunsthochschulen mit städtischem Publikum und der Präsentation studentischer Arbeiten.
  • Die Filmpremieren von Filmen der MFG Filmförderung finden im Haus für Film und Medien ein attraktives Ambiente.
  • Regionale Filmkonferenzen, Branchenveranstaltungen und Netzwerktreffen können dort stattfinden (z.B. Animation Production Day, Dokville, MFG Animation Lounge, MFG Jour Fix).
  • Ob Familienkino, Schulvorführungen, Trickfilm-Workshops oder Game Jams, das Haus für Film und Medien bietet den wichtigen Raum für Medienpädagogik und Medienbildung z.B. in Kooperation mit den Stuttgarter Kinderfilmtagen, dem Jugendfilmpreis Baden-Württemberg, dem Filmforum „Die Klappe“, den Schulkinowochen und Kindermedienland BW. Das Haus für Film und Medien ist filmischer Treffpunkt für Kinder und Jugendliche und stellt passende Kinder- und Jugendräume bereit. Eine Medienpädagogik, die sich nur als Vermittler technischer Medienkompetenz versteht, greift zu kurz. Filmästhetische Bildung ist elementarer Bestandteil der Vermittlung.
  • Die Vermittlungsarbeit darf nicht bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen enden, auch weitere Gruppen wie Erwachsene, Senioren und Familien brauchen spezifische Vermittlungsangebote. Der Austausch mit Filmemachern (Regie, Kamera, Schauspieler, …) ist ein zentrales Moment bei der Vermittlung von Filmen. Die Vermittlungsarbeit steht beim Umgang mit fremdsprachigen Filmen (OmU) und anderen Bildsprachen vor Herausforderungen und sollte hier einen Schwerpunkt setzen.
  • Das Haus für Film und Medien lebt von der Einbettung der Programmgestaltung in (kommunale) Ereignisse und Themen. Es schafft damit im Sinne eines Einrahmens / Framings subjektive Interpretationsrahmen für die Besucher.
  • Das Kommunale Kino steht als Institution in Zeiten nicht endender Bilderströme für eine Kritik der Bilder. Der Blick ist in der Filmgeschichte kundig und der Filmkultur verpflichtet.

Die Workshops sind hier im Detail dokumentiert.