Zum Inhalt springen

Umfeld

Es ist nicht erfolgversprechend ein Haus für Film und Medien als Solitär beliebig in der Stadt zu setzen. Im Sinne einer umfassenden Konzeption, die Stadtplanung und Stadtentwicklung mitdenkt, sollte ein Haus für Film und Medien in ein passendes Medienquartier oder -viertel integriert sein. Das Medienquartier ist gedacht als zukunftsweisender, thematischer Stadtraum, in dem Bewegtbild produziert, rezipiert und diskutiert wird. Dabei sollte neben neuen Formen des Arbeitens auch neue Formen des Lebens, Wohnens und Ausgehens mitgedacht werden.

Mögliche Bausteine wären z.B. Forschungsstätten, Hochschulen, Festivalbüros, Filmarchive, Co-Working Spaces, Galerien, spezifische Cafés und Shops sowie Räumen, die die Ansiedlung von Filmproduktionen, Gründern und Agenturen ermöglichen. Abhängig vom konkreten Ort können diese Bausteine entweder im Haus für Film und Medien oder in der lokalen Umgebung realisiert werden. Wichtig erscheint es dabei, insbesondere den Absolventen der lokalen Film- und Kunsthochschulen durch ein Gründerzentrum den Schritt in die Selbstständigkeit in Stuttgart zu ermöglichen und eine Abwanderung zu vermeiden.

In der Vermischung geschützter und offener Räume, der Berücksichtigung neuer Arbeitsformen und der ganzheitlichen, räumlichen Integration filmischer Aspekte in einem Viertel könnte die Stadt Stuttgart zukunftsweisendes Neuland betreten und sich international als Creative City oder Animated Capital positionieren. Ein neuartiges Medienquartier wird damit zu einem wichtigen Standortfaktor, der die Ansiedlung von Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft forciert. Zudem bietet ein Tag und Nacht belebtes Medienquartier die Chance bestehende oder neue Stadtteile lebendig zu entwickeln.

Mit der Initiative „Medienosten“ versuchen wir diese integrierte Perspektive im Stuttgarter Osten an den Start zu bringen.

Advertisements