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Zugänge schaffen – Film und Vermittlung

Das Haus für Film und Medien ist eine Schule des Sehens für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Erfahrungswelten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen werden durch den Konsum und zunehmend auch die eigene Produktion audiovisueller Medien geprägt. Das durchschnittliche Zeitbudget für audiovisuelle Medien liegt bei mehr als 7 Stunden pro Tag (davon ca. 3 Stunden Fernsehen). Die Kommunikation über bewegte Bilder prägt – unabhängig von sich wandelnden Kommunikationskanälen – unseren Alltag und unsere Wahrnehmung und löst als neue, universale Kommunikationsform andere ab. Formen der Bewegtbild-Kommunikation werden omnipräsent, z.B. durch vernetzte, mobile Endgeräte und vielfältige Displays, die in Architekturen (z.B. Häuserfassaden) integriert werden.

Wir sehen eine zentrale Aufgabe eines Haus für Film und Medien darin, als Schule des Sehens über Herkunft, Funktion und Wirkungsmechanismen von Bildern aufzuklären, den Wandel in der Mediennutzung zu reflektieren und ihn medienpädagogisch zu begleiten. Dabei werden neben inhaltlicher Kompetenz echte Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zunehmend die entscheidenden Erfolgsfaktoren im Bereich der kulturellen Bildung und Medienpädagogik. Nicht nur herzeigen, mitmachen ist gefragt!

Praktische Workshops, z.B. zu Gewalt, Mobbing und Privatsphäre führen zum Aufbau von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Gerade die Erkenntnis, dass früh erlerntes Medienverhalten auch später als Erwachsener prägend ist, muss für eine Gesellschaft der Grund sein, die audiovisuellen Erfahrungswelten von Kindern und Jugendlichen zu begleiten und ihnen Werkzeuge zur Rezeption und Selektion mitzugeben. Eine enorme Bedeutung kommt der ganzjährigen Kooperation mit den (Vor)Schulen und Kindergärten, sowie dem Vertrauenserwerb bei den Lehrkräften zu. Das populäre Massenmedium Film, dessen Qualität gerade in der Vermischung von E- und U-Kultur erwächst, bietet bei Jugendlichen zusätzlich die Möglichkeit, sie über den Bereich Film an weitere, bereits etablierte und neue Kultursparten heranzuführen und schafft damit einen Zugang für eine erfolgreiche kulturelle Bildungsarbeit.

Film und Vermittlung meint über den medienpädagogischen Fokus hinaus die Gesamtausrichtung der Arbeit hin auf eine gelingende Begegnung des Zuschauers mit dem Medium Film. Für die Entwicklung der städtischen Gesellschaft wird es essentiell sein, neuen Zielgruppen niederschwellige Zugänge zu filmkulturellen Angeboten zu verschaffen, damit eine Partizipation am kulturellen, städtischen Leben zu ermöglichen und dem zunehmend individualisierten, privatisierten Medienkonsum ein öffentlich verantwortetes Gemeinschaftserlebnis entgegenzusetzen. Sind diese Zugänge in einem ersten Schritt erfolgreich etabliert, so wird es zur zentralen Aufgabe die Vermittlung von Filmkultur in einem Gesamtkonzept (ähnlich z.B. der Museumspädagogik) kommunikativ zu gestalten. Die Vermittlung findet im Filmprogramm statt, aber auch in Publikationen, Videoeditionen, Webauftritten, …

Beim ProgrammMacherTag wurden in dem Workshop „Film und Vermittlung“ folgende Ergebnisse erarbeitet: