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Beispielprojekte

Die Film-, Medien- und Kinolandschaft in Deutschland ist im Umbruch. Die immer stärkere Fokussierung auf Blockbuster, der Trend hin zu Multiplexen, das Sterben der Kinos im ländlichen Raum, die Folgen der Digitalisierung, der Ausbau der Wohnzimmer zu „Home Cinemas“, das veränderte Rezeptionsverhalten junger Zielgruppen, … all diese Themen wurden und werden in der Öffentlichkeit breit diskutiert.

Gleichzeitig lässt sich ein Defizit feststellen in der Analyse und Diskussion von Kino als kulturellen und sozialen Raum. Dies beinhaltet sowohl die Wechselwirkung von Architektur und Inhalt innerhalb des Raums „Kino“, als auch die Wirkung von „Kinos“ in lokale Umgebungen als Stadterzeuger und Stadtentwickler.

Der Begriff „Kino“ steht heute oftmals für gesichtslose, konsumorientierte Funktionsarchitektur. Gleichzeitig entdecken Akteure aus den Bereichen Off-Kultur, Museen, Theater, Kunst und Pädagogik das „Kino“ für sich, ohne es allerdings so zu nennen. Es bleibt ein schwer zu erklärender Widerspruch, dass bewegte Bilder zwar den Lebensalltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in hohem Maße prägen, das Verständnis und Bewusstsein für (Kommunales) Kino als Ort des kritischen Umgangs mit Bildwelten aber nicht oder nur unzureichend mitgewachsen ist.

Das Kino als Begriff, als Raum und als System ist im Wandel begriffen. Auch die Rolle Kommunaler Kinos wandelt sich, es entstehen neue Modelle und Räume, z.B. Filmmuseen, interdisziplinäre Kulturzentren, Kinderfilmakademien und experimentelle Medienlabore. Wir verlinken mit interessanten Beispielen:

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